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Adrian Gabriel – Neoton

0049 – 177 – 7506879

pop@neoton.eu

Biographie und musikalischer Hintergrund:

Neoton ist der Name des nicht-kommerziellen und experimentellen Audioprojektes unter dem Adrian Gabriel seit dem Jahr 2000 komponiert, produziert und veröffentlicht. Die Instrumente spielt er in aller Regel sämtlich selbst ein, hinzukommen divers aufgenommene Atmos und Samples aus einer über Jahre gewachsenen Sound-Library, abgemischt im kleinen Heimstudio.

Ganz frühe Jahre: Vom Klavier zum Schlagzeug
Bereits im frühen Alter von vier Jahren genoss ich orffsche Früherziehung und begann mit fünf Jahren mit dem Klavierspielen. Nach wechselnden Klavierlehrern und nachdem ich einen Schlagzeuger kennen gelernt hatte, begann ich mit zwölf Jahren begeistert Schlagzeug zu spielen, zunächst zusammen mit ein paar Freunden, schließlich in unterschiedlichen Bands. Meine Eltern waren musikalisch für mich nicht nur entscheidend beim Erlernen von Instrumenten, sondern sie haben mir viele unterschiedliche musikalische Einflüsse mit auf den Weg gegeben: Von klassischer Musik bis hin zum Rock und Clubsound der 70er und 80er Jahre reichte ihre eigene Palette. Natürlich stellte ich mich mit meinem Rumgedresche aufs Schlagzeug in diversen angepunkten Bands ausserhalb des elterlichen Nexus und ging ihnen damit gehörig auf die Nerven. Eine gute Grundlage für Weiteres.

Von Bands zu Bandmaschinen
Die ersten Aufnahmen mit Vierspur-Maschine und Sampler erfolgten Anfang der 90er Jahre. Es ging darum, sich mit anderen an verschiedenen Musikrichtungen mit unterschiedlichen Instrumenten auszuprobieren. Punkrock und der aufkommende Tekkno bildeten aber sicher den Schwerpunkt, der in Bands wie „Potenz“ und „Mysterious Dream“ Einfluss ausübte. Mit „Mysterious Dream“ hatten wir eine ganze Reihe von Auftritte und eine nette Community. Die Band bleibt für mich aber im Nachhinein vor allem deswegen beeindruckend, weil wir nach gut einem Jahr im Proberaum locker 2 Stunden Programm auf die Bühne brachten, darunter einige ordentlich durcharrangierte Stücke mit einer Länge bis 10 Minuten. Dennoch löste sich die Band wegen musikalischer und persönlicher Differenzen bald auf.
Ab hier begriff ich Musik zunehmend als möglichst spontanes Erlebnis mit wechselnden Elementen und Leuten: Jazz-Sessions, Reaggea-Sommer, Psychedelic-Rock, Liedermacher-Texte, Instrumenten-Eigenbauten, musikalische Landschaftsmalerei in ad-hoc zusammen gewürfelten Formationen. Und es kam zu immer mehr Nachtsessions am Vierspur-Recorder. Ein Ergebnis der Sessions war nämlich, dass ich nun neben Tasten und Drums auch passabel Gitarren- und Basslines spielen konnte. Allmälich hatte ich genug eigenes Equipment zusammen, um alleine oder wechselnden Leuten unabhängig zu jammen oder produzieren.

Im Studio, im Club und am Mikro
Ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung von Audio-Produktionen war dann ein Praktikum und die Arbeit als Studio-Assistent in den – damals noch sehr familiären – Studios der Music Support Group, die sich heute als „Deutsche Pop“ Akademie etabliert haben: Highend-Equipment und Profi-Musiker verschoben meinen eigenen Maßstab und Kenntnisstand in eine höhere Dimension. Es wurde mir jedoch auch klar, dass im Musik-Business der künstlerische Anspruch deutlich weniger zählt, als schlichtweg Bares. In der Musik will ich aber meiner Kreativität folgen und sie nicht täglich verkaufen müssen.

Neben Geldverdienen und studieren begann ich mit diversen Audioformen zu arbeiten: Beim Radio mit gesprochenem Text und Vermittlung von Inhalt, bei Theateraufführungen mit Performance und Raumklang und in diversen Clubs mit hartem Elelktro. Es war toll, weil sich die Dinge immer so ergaben: Ein Freund arbeitete im angesagten Elektro-Club ULTRASCHALL und fragte, ob ich als Licht- und Soundmensch aushelfen kann. Eigentlich brauchte ich eher die Kohle, aber nachdem ich dann dort schon arbeitete, konnte ich auch mal meine Sets spielen… Ein anderer Freund war beim Studentenradio gelandet, ich gab einen Bewerbungsjingle ab und Schwubs… Da war ich schon bei M 94.5 mit dabei, woraus sich wieder neue Kontakte ergaben. In München kam wirklcih ständig eins zum anderen und so kamen die Theaterproduktionen genauso zustande, wie dann die Filmvertonungen.

Der Sog des Internets änderte nicht alles, aber vieles
Ab 2000 begann sich aber auch endgültig der mediale Rahmen und meine Sichtweise hierauf grundsätzlichen zu verändern: Ich hatte Zeit meines Lebens mehr Musik selbst gemacht, als angehört. Ich bin aber auch mit dem Computer und Medien gross geworden. Und nun vermischten sich die Dinge: Hypermediakratie! Es war die Zeit als MP3 richtig hoch kam und verschiedenste Samples, Styles, oder ganze Musikepochen zum Nulltarif einfach da waren. Diese neue Vielfalt war nicht ganz unproblematisch. Denn zu welcher Musik konnte man sich noch explizit bekennen? War es nicht völlig entgegen der Zeit, als Rocker, kahlköpfiger Tekknoider, oder als Teil welcher Szene auch immer rumzulaufen und damit die krasse globale Musikvielfalt auf einen einzigen plumpen Punkt zu reduzieren? Welche Musik sollte man warum überhaupt noch selber machen, wo einem von den Datenhighways soviele Musicstyles geradezu entgegenflossen und man Masse noch Qualität, gerade erahnen, aber nicht mehr toppen könnte. Ich jedenfalls wollte mich nicht in ein musikalisches Dorf verkriechen, sondern Musik global erleben, die Türen weit auf machen und mehr musikalische Durchlässigkleit entwickeln.

Deshalb Neoton
Diese Überlegung stand am Beginn von neoton, einer Musik, die als entwicklungsoffenes Projekt immer wieder neu und anders sein möchte, die mehr schaffen will, als die Reduktion von Musik auf vermarktbare Ergebnisse, die sich der Veränderung unserer medialen Weltgesellschaft stellt und als ein Teil dessen, Veränderung abbilden und fortschreiben möchte. Neoton ist und bleibt daher immer nur ein fragmentarischer Versuch. Ein flüchtiger Teil des Gesamtbildes. Neoton ist seinem Anspruch nach Audiokunst, aber eigentlich reflektiere ich ad hoc immer nur das, was an mir für einen kurzen Moment kleben bleibt – eine Melodie, ein Sound, ein Sample, ein Gefühl, welches ich in einer nächtlichen Aufnahmesession festhalte und wieder fallen lasse. Seit ein paar Jahren bin ich damit auf dem Weg und habe aber stets das Meiste vor mir. Ihr werdet also sicher noch von mir hören…

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